Vier flexible Angebote mit abgestufter Begleitungsintensität

24h-Betreuung

Betreutes Wohnen

Begleitetes Wohnen

Familienbegleitung

Ein geschützter Rahmen für Mutter und Kind

Die Wohn- und Begleitangebote der «Elim Stiftung für Eltern und Kind» richten sich an schwangere Frauen, Mütter und Elternteile, die den Alltag mit Kind aufgrund einer schweren Belastung nicht alleine schaffen. Gründe können eine kognitive Einschränkung sein, psychische Belastungen, Beziehungsprobleme oder anderweitig erschwerende Lebensumstände. Die Aufnahme erfolgt meist unter Absprache mit den Sozialbehörden.

Betreute Wohnformen mit individuellem Förderprogramm

Unser Hauptanliegen ist das Wohl des Kindes. Es soll trotz erschwerender Umstände bei der Mutter bleiben dürfen. Ziel der Unterstützung ist es, die Mutterkompetenzen zu fördern, die Beziehung zwischen Mutter und Kind zu stärken und die Entwicklung des Kindes zu unterstützen. Wo immer möglich werden der Vater und das Familienumfeld beim Aufbau einer langfristigen Lösung mit eingebunden. Ein ebenso wichtiger Pfeiler als Vorbereitung für eine tragfähige Zukunft ist die Vernetzung mit externen Fachstellen und Behörden.

Ein sicheres Zuhause mit Rundumschutz und einem intensiven Förderprogramm

Wohnen mit 24h-Betreuung

(Aufenthaltsdauer: 3 bis 24 Monate)

Ins Wohnen mit 24h-Betreuung nehmen wir vorübergehend schwangere Frauen und Mütter mit Neugeborenen und Kleinkindern auf. In Ausnahmefällen können auch Väter bei uns wohnen. Sie finden bei uns einen sicheren Ort mit professioneller Rundumbetreuung. Das Wohnsetting besteht aus einer möblierten Wohneinheit mit Küche und Bad – entweder in der eigenen Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft. Soweit wie möglich, kümmert die Mutter sich selbst um ihr Kind und den Haushalt. Ist sie überfordert, kann jederzeit eine Fachperson für sie einspringen und sich um das Kind kümmern. Dass rund um die Uhr eine Ansprechpartnerin da ist – nachts in Form eines Pikettdienstes –, gibt der Mutter Sicherheit. 

Eine geregelte Wochenstruktur mit fixen Kinderbetreuungszeiten durch die hausinterne Kita entlastet die Mutter bei der Bewältigung ihres Alltags.
In Absprache mit den Behörden bekommen jede Frau und jedes Kind ein individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Förderprogramm. Die Mutter kann so ihre Kompetenzen erweitern und Defizite ausgleichen. Es geht dabei einerseits um alltagspraktische Dinge wie die Unterstützung beim Einkaufen, Kochen oder Haushalten, andererseits um das Wahrnehmen der kindlichen Bedürfnisse, das Gestalten von Mutter-Kind-Zeiten, Säuglingspflege oder Ernährung.
Regelmässige Coaching-Gespräche mit ihrer Bezugsperson unterstützen die Mutter dabei, ihre Ziele anzugehen und an den gesetzten Themen zu arbeiten. Im Fokus stehen die Planung einer tragfähigen Zukunft, Entwicklungsthemen des Kindes sowie das Trainieren der Selbständigkeit.
Gemeinschaftliche Kontakte in der Gruppe runden das Angebot ab. In professionell geführten Gesprächsgruppen tauschen die Frauen sich aus zu praktischen Themen und besprechen Fragen rund um Kinderpflege, Ernährung, Gesundheit, Sport oder Erziehung. Wöchentlich gibt es ein gemeinsames Muki-Programm, wo die Frauen zusammen mit den Kindern etwas unternehmen. In der Elim-Runde schliesslich geht es um den Informationsaustausch und das Zusammenleben in der Gemeinschaft. Die Teilnahme an den Gruppenaktivitäten ist freiwillig.

Die «Elim Stiftung für Eltern und Kind» begleitet und unterstützt die Mutter in der Gestaltung des Alltags. Für Therapien, die medizinische Versorgung oder Erziehungsfragen arbeiten wir mit externen Fachstellen zusammen. Wichtig ist die Vernetzung sämtlicher Ressourcen: Hebammen, Ärzte, Psychiater, Psychologen, Kita, Kindergarten, Logopäden, Schulen, Arbeitgeber, Berufsbildung, die lokale Mütterberatung, Behörden und allem voran das familiäre Umfeld. Bestenfalls kann auf ein bestehendes Netzwerk zurückgegriffen werden. Manchmal gilt es, ein neues Beziehungsgeflecht zu knüpfen.

Schritt für Schritt in eine tragfähige Zukunft

Betreutes Wohnen

(Aufenthaltsdauer: 6 Monate bis 5 Jahre)

Das Betreute Wohnen empfiehlt sich als Zwischenschritt auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Im Betreuten Wohnen lebt die Mutter selbstständig in ihrer möblierten, mit Küche und Bad ausgerüsteten Wohnung. Das Setting ist auf Normalität ausgelegt. Die Mutter kann einen normalen Alltag leben. Sie kocht, betreut ihr Kind und besorgt den Haushalt selber. Für Notfälle kann sie telefonisch jederzeit unseren Picket-Dienst erreichen. Das gibt Sicherheit. Fällt die Mutter aus, lässt sich die Kinderbetreuung im Haupthaus sicherstellen.

Eine geregelte Wochenstruktur mit einem Kinderbetreuungsangebot an fixen Vormittagen unterstützt die Mutter in der Ausgestaltung ihres Alltags. So hat sie genügend Zeit, um Verpflichtungen und Termine wahrzunehmen. In den Kita-Pausen und den Kita-freien Tagen übernimmt sie die Verantwortung für ihr Kind. Ein Fixpunkt im Wochenprogramm sind Muki-Förderzeiten, damit positive Erlebnisse die Beziehung zwischen Mutter und Kind stärken können. Gemeinschaftliche Aktivitäten wie gemeinsame Mahlzeiten, Mutter-Kind-Aktivitäten, Ausflüge oder Gruppengespräche zu praktischen Themen runden das Angebot ab. Die Teilnahme an den Gruppenaktivitäten ist freiwillig.
In Absprache mit den Behörden verfolgen wir für jede Frau und jedes Kind ein auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Förderprogramm. Die Mutter kann ihre Kompetenzen erweitern und Defizite ausgleichen. Einerseits geht es um alltagspraktische Dinge wie die Unterstützung beim Einkaufen, Kochen oder Haushalten, andererseits um das Wahrnehmen der kindlichen Bedürfnisse, das Gestalten von Mutter-Kind-Zeiten oder um Säuglingspflege und Ernährung. Es kann auch die Unterstützung in lebenspraktischen Angelegenheiten sein wie etwa Behördengänge, die Eröffnung eines Bankkontos oder der Besuch eines Deutschkurses.
Regelmässige Coaching-Gespräche mit ihrer Bezugsperson unterstützen die Mutter dabei, ihre Ziele anzugehen und an den gesetzten Themen zu arbeiten. Im Fokus stehen die Planung einer tragfähigen Zukunft, das Trainieren der Selbständigkeit, Entwicklungsthemen des Kindes und schliesslich auch die Eingliederung ins Berufsleben. Alle Massnahmen zielen auf eine langfristige Anschlusslösung hin.
Die «Elim Stiftung für Eltern und Kind» begleitet und unterstützt die Mutter in der Gestaltung des Alltags. Für Therapien, die medizinische Versorgung oder Erziehungsfragen arbeiten wir mit externen Fachstellen zusammen. Wichtig ist die Vernetzung sämtlicher Ressourcen: Hebammen, Ärzte, Psychiater, Psychologen, Kita, Kindergarten, Logopäden, Schulen, Arbeitgeber, Berufsbildung, die lokale Mütterberatung, Behörden und allem voran das familiäre Umfeld. Bestenfalls kann auf ein bestehendes Netzwerk zurückgegriffen werden. Manchmal gilt es, ein neues Beziehungsgeflecht zu knüpfen.

Wenn eine längere stationäre Begleitung hilfreich ist

Begleitetes Wohnen

(Aufenthaltsdauer: mindestens 6 Monate)

Falls eine ambulante Nachbetreuung nicht ausreichend ist, bietet das Begleitete Wohnen ein Betreuungsumfeld welches auch etwas länger dauern kann. Die Mutter zieht mit ihrem Kind in eine Aussenwohnung der «Elim Stiftung für Eltern und Kind» und profitiert von niederschwefliger Begleitung und Kinderbetreuung an Vormittagen (Wiedlisbach) oder ganztags (Wasen). Die Wochenenden und die Nächte meistert sie alleine. Doch nach wie vor stellt der Picket-Dienst sicher, dass in einer Notlage innert nützlicher Frist jemand vor Ort ist oder per Telefon Unterstützung bieten kann.

Die Wochenstruktur im Begleiteten Wohnen lässt sich flexibel ausgestalten. Nach wie vor kann sich die Mutter auf eine gewisse Grundstruktur und Entlastung des Betreuten Wohnens abstützen. So stehen ihr etwa die interne Kinderbetreuung an bestimmten Vormittagen oder die Teilnahme am Gruppenprogramm offen. Wie viel Begleitung sie in Anspruch nimmt, bestimmt sie selbst. Ist die Mutter bereits wieder ins Berufsleben eingebunden, kann sie ihr Kind an zusätzlichen Tagen in eine externe Kita bringen.

Das Motto im Begleiteten Wohnen lautet: «So wenig Begleitung wie möglich, so viel wie nötig.» Einmal pro Woche kommt eine Bezugsperson vorbei, die auch einmal beim Kochen und Mittagessen dabei ist. Es geht hier vor allem um die Stabilisierung des Alltags und um die pädagogische Förderung in Form einer Eins-zu-Eins-Begleitung im Umgang mit dem Kind. Dank regelmässiger Gespräche lassen sich Krisen zeitnah auffangen. Gemeinsam mit der Frau geht es auch darum, die Ablösung schrittweise umzusetzen und eine nachhaltige Anschlusslösung zu planen und aufzugleisen.

Besonders in dieser Phase gewinnt die Zusammenarbeit mit externen Ressourcen, die langfristig Bestand haben, an Bedeutung. So kann die Mutter im Hinblick auf die Zukunft etwa damit beginnen, die Dienste der örtlichen Mütter-und Väterberatung in Anspruch zu nehmen.

Wird zurzeit vom Standort Wiedlisbach angeboten. 

Hilfe zur Selbsthilfe

Sozialpädagogische Familienbegleitung

(Betreuungsdauer: 6 Monate bis 2 Jahre)

Unsere sozialpädagogische Familienbegleitung unterstützt alleinerziehende Elternteile und Familien darin, problematische Lebenssituationen positiv anzugehen und zu verändern. Im Rahmen einer systemischen Beratung geht es darum, die familiäre Situation zu stabilisieren. Mit einer ambulanten Familienbegleitung lässt sich eine drohende Fremdplatzierung von Kindern und Jugendlichen oft umgehen.

  • Aufsuchende Familienbegleitung unter Einbezug des gesamten Umfelds
  • Systemische Beratung für Familien und alleinerziehende Elternteile
  • aktive Vernetzung mit weiteren Fachstellen
  • Abklärungen im Auftrag der Behörde

Veränderungen im System sind oft langwierige Prozesse. Die Dauer einer Begleitung hängt von der Entwicklung jeder einzelnen Familie ab. Eine Standortbestimmung mit allen beteiligten Personen in regelmässigen Intervallen dient als Navigationshilfe.

Die Anforderungen in der Familie, im Beruf und im persönlichen Leben sind vielfältig und komplex. Kommen soziale, gesundheitliche oder psychische Probleme hinzu, geraten Familien oder einzelne Familienmitglieder schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Leidtragende sich oft zuerst die Kinder. Damit eine Situation sich nachhaltig verändern kann, benötigt nicht das Kind alleine, sondern das gesamte Familiensystem Beratung und Unterstützung.

Ziel einer systemischen Familienberatung ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Viel ungenutztes Potenzial lässt sich erschliessen und nutzbar machen, indem man familieninterne wie externe Ressourcen einbindet. Auch die Kompetenzen der Eltern werden im Rahmen der Familienbegleitung gefördert. So gewinnt die Familie die Fähigkeit, ihre Konfliktauslöser zu erkennen und anstehende Probleme selbstständig zu erkennen.

Die Elim Stiftung für Eltern und Kind ist im Kanton Bern tätig. Die Aufsuchende Begleitung ist in der Umgebung Schönbühl, Wasen, Langenthal und Wiedlisbach möglich (Umkreis von ca. 30 Fahrminuten von Burgdorf).